Mobiles Internet hebt ab
Der Schweizer Internet-Marktforscher NET-Metrix hat seine jüngsten Statistiken zur mobilen Internetnutzung veröffentlicht. Die Zahl der User ist im vergangenen Jahr um 40 Prozent gewachsen. Damit nutzt fast die Hälfte der Schweizer Internetnutzer mobile Geräte, um online zu gehen. „Das verbesserte Angebot für mobile Endgeräte im Netz, die billigeren Einsteiger-Smartphones, die vor allem durch Android ermöglicht wurden, und die besseren Datenabos haben alle zu dieser Entwicklung beigetragen“, sagt Andreas Stopper von NET-Metrix im Gespräch mit pressetext.
Tablet-Wachstum
Die halbjährliche Untersuchung der Marktforscher umfasst die Internetnutzung mit sämtlichen Small Screen Devices. Dazu gehören neben Handys auch Tablets, MP3-Player und andere internetfähige Kleinelektronik. Die Online-Befragung wurde unter rund 3000 Schweizern über 14 Jahren durchgeführt und ist repräsentativ für die Schweizer Internetnutzer. Mittlerweile nutzen zwei Mio. Menschen in der Schweiz Small Screen Devices, um sich ins Internet einzuklinken. „Der Großteil verwendet aber mit Sicherheit Smartphones“, sagt Stopper.
Der Anteil der Internetnutzer, die mobile Geräte verwenden, liegt jetzt bei 42,3 Prozent. 2010, als die Befragung zum ersten Mal durchgeführt wurde, waren es erst 28,7 Prozent. „Das Wachstum ist nach wie vor enorm. Auch wenn es relativ gesehen etwas weniger stark als beim letzten Bericht ist, kann man nicht von einer Abflachung der Kurve sprechen“, so Stopper. Den kräftigsten Anstieg gab es bei den Tablets. 2010 nutzte 1,1 Prozent der Internet-User Tablets zum Surfen. Jetzt sind es schon 5,8 Prozent. „Wir vermuten, dass die Einführung des iPad2 hier einiges bewegt hat“, erklärt Stopper.
Heavy-User
Gestiegen ist auch die Zahl der Intenet-User, die ihre Small Screen Devices täglich oder fast täglich zum Surfen benutzt. Zu dieser Gruppe zählten 2010 immerhin 14 Prozent der Schweizer Internet-Nutzer. 2011 bekannten sich schon 26 Prozent zum regelmäßigen mobilen Internetkonsum. Die nächste Befragung wird im März 2012 publiziert. Dann wird es leichter erste Trends abzuleiten, da ein längerer Vergleichszeitraum zur Verfügung steht.
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